Bildarchiv | Totenzettel


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Altes Rathaus

 

Altes Rathaus
Totenzettel

Gesucht

Stammbäume

 

Besitzen Sie noch
Fotos von Gebäuden, Straßenzügen, Festlichkeiten, Arbeit in Handwerk und Landwirtschaft
usw., etwa bis 1970?
Bitte stellen Sie sie uns für kurze Zeit zur Verfügung.
Die Bilder werden gescannt, dann geben wir sie unversehrt zurück.
Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit:
Dieter Langner,   Am Isinglau 10a,   48624 Schöppingen,   Tel. : 02 555 / 98 45 41


AG Genealogie und Familienforschung:
Der Heimatverein hilft bei der Suche nach den eigenen Wurzeln der Familie:
verstaubte Bücher wälzen, alte Schriften entziffern, die heute kaum noch jemand lesen kann
und Stammbäume erstellen -
es ist eine spannende Zeitreise in die eigene Vergangenheit.
Das gilt besonders für die Geschichte der alten Schöppinger Bauernhöfe.
Und mit etwas Glück kann man den Hof bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen.
Der Heimatverein gibt Hilfestellung bei der Aufarbeitung der Hofakten,
bei den Nachforschungen in den Archiven, bei der Übersetzung alter Schriften und Urkunden -
bis zur Erstellung einer Hofchronik.

Zudem sammeln wir Totenzettel, die früher in jedes Gebetbuch gehörten.
Während die heutigen Totenzettel kaum noch Wissenswerten über den Toten enthalten,
sind ältere Exemplare wahre Fundgruben für die Erforschung der Familiengeschichte.
Sie lassen das Leben des Verstorbenen Revue passieren und vermerken die religiöse Prägung
des beendeten Lebenslaufs. Bislang haben wir über 5 000 Totenzettel gesammelt
und sind für weitere Totenzettel dankbar.
Sie können diese bei
Wilhelm Münch,   Bergstr. 5,   48624 Schöppingen,   Tel.: 02 555/98507 oder bei
Guste Rehring,   Ebbinghoff 9,   48624 Schöppingen,   Tel.:02 555/1253 abgeben,
bitte in einem verschlossenen Umschlag mit Namen und Adresse.
Nach den Einscannen erhalten Sie die Totenzettel umgehend zurück.
Ansprechpartner: Bernhard Rehring   Kugeltimpen 3,   48431   Rheine   Tel.: 05971/15053   Email

Historisches

Die Wiedertäufer


Mahnmal
Krechting
Altes Rathaus
Zug
Käfige
Erinnerung an die Zeit der Wiedertäufer

Als im frühen 16. Jahrhundert die Lehre der Wiedertäufer aufkam, schlossen sich auch in Schöppingen
viele Menschen dieser Sekte an, darunter der Bürgermeister und Gograf Heinrich Krechting.
Am 14. Februar 1534 zogen er und 48 andere Schöppinger nach Münster.

Sie wollten den Verfolgungen durch den Bischof entgehen. Zum anderen erwarteten sie
am 5. April den Weltuntergang und hofften, dass in Münster, dem "Neuen Jerusalem", ihre Seele gerettet werde.

Heinrich Krechting und sein geistlicher Bruder Bernd erlangten in Münster hohe Ämter:
Bernd wurde einer der Räte und Heinrich der Kanzler des Königs Jan van Leiden.

Nach der Eroberung der Stadt durch den Bischof erhielt Heinrich freies Geleit,
während Bernd mit Jan van Leiden und Bernd Knipperdolling zu Tode gefoltert wurde.
Ihre Leichname hängte man zur Abschreckung in Käfigen am Lambertikirchturm auf.

Zur Erinnerung an diese Zeit und als Mahnmal wurde 2015 am Alten Rathaus eine Säule
aus vier Sandsteinquadern aufgestellt. Darüber sieht man die Wappenkugel des Wiedertäuferkönigs.
Reliefs zeigen den Auszug der Schöppinger sowie Bernd Krechting und Jan van Leiden.
In Bronze sind die Käfige angebracht.

"Es ist ein Mahnmal und kein Denkmal für die Schreckensherrschaft der Wiedertäufer",
sagte Lothar Tietmeyer, der zweite Vorsitzende des Heimatvereins, bei der Übergabe am 18. Oktober 2015.
"Darum wurde die Wappenkugel abgewandelt: Sie hat kein Kreuz, und die Krone liegt am Boden unter den Käfigen".

Pfarrer em. Wolfgang Böcker hielt in seiner Festansprache ein leidenschaftliches Plädoyer
gegen jede Art von religiösem Fanatismus, Intoleranz und Gewaltbereitschaft.
"Wir verstehen die Wiedertäuferkäfige nicht mehr als Warnung vor Unbotmäßigkeit
gegenüber staatlicher und kirchlicher Autorität, sondern als Hinweis, wie leicht Menschen verführbar sind."

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